Was ist eine Risikolebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung (Risiko-LV) zahlt eine vereinbarte Versicherungssumme an die bezugsberechtigten Hinterbliebenen, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit verstirbt. Sie ist eine reine Todesfallabsicherung — bei Vertragsende ohne Leistungsfall verfällt der Schutz, es gibt keine Sparkomponente und keine Auszahlung im Erlebensfall.
Wofür ist sie gedacht?
- Absicherung der Familie nach dem Tod des Hauptverdieners
- Tilgung einer laufenden Immobilienfinanzierung
- Schutz von Kindern bis zum Ausbildungsende
- Geschäftspartner-Absicherung in Personengesellschaften
Drei Varianten
| Variante | Verlauf der Versicherungssumme |
|---|---|
| Konstant | Während der gesamten Laufzeit gleichbleibend |
| Fallend (linear) | Sinkt jährlich um einen festen Betrag |
| Fallend (annuitätisch) | Sinkt parallel zur Restschuld eines Annuitätendarlehens — ideal für Immobilienkredite |
Höhe der Versicherungssumme
Faustregel: 3- bis 5-faches Bruttojahreseinkommen des Hauptverdieners. Bei einer Familie mit Immobilie: zusätzlich die Restschuld absichern. Konkrete Berechnung:
- Lebenshaltungskosten der Familie × Jahre bis zur Selbstständigkeit der Kinder
- + Restschuld Immobilie
- − vorhandenes Vermögen
- = Ziel-Versicherungssumme
Laufzeit
Üblich sind 10, 15, 20 oder 25 Jahre — angepasst an die finanzielle Verantwortung. Eine 30-jährige mit Kindern wählt eine längere Laufzeit als ein 50-jähriger Single mit hohem Vermögen.
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