Wie hoch sollte die Versicherungssumme der Risikoleben sein?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Drei Methoden helfen, einen passenden Wert zu finden:
Methode 1: Faktor-Modell (schnelle Orientierung)
Versicherungssumme = 3- bis 5-faches Bruttojahreseinkommen des Hauptverdieners.
| Bruttoeinkommen | Empfehlung Versicherungssumme |
|---|---|
| 40.000 € | 120.000 – 200.000 € |
| 60.000 € | 180.000 – 300.000 € |
| 80.000 € | 240.000 – 400.000 € |
| 120.000 € | 360.000 – 600.000 € |
Methode 2: Bedarfsmodell (präziser)
`` Lebenshaltungskosten der Familie pro Jahr × Jahre bis Kinder selbstständig + Restschuld Immobilie + Bestattungskosten + Notgroschen (10.000 €) − vorhandenes Vermögen (liquide) − zu erwartende Witwen-/Waisenrente × Jahre = Versicherungssumme ``
Beispiel Familie mit zwei Kindern (5 und 8 Jahre), 60.000 € Brutto:
- Lebenshaltungskosten: 36.000 €/Jahr × 17 Jahre = 612.000 €
- Restschuld Immobilie: 250.000 €
- Bestattung + Reserve: 20.000 €
- Vermögen: −50.000 €
- Witwenrente: −108.000 € (geschätzt 12.000 €/Jahr × 9 Jahre)
- Bedarf: ~ 724.000 € → meist auf 700.000 € gerundet
Methode 3: Restschuld-Modell (Immobilienkredit)
Wer „nur" einen Immobilienkredit absichern will, deckt die Restschuld + 12 Monate Reserve. Eine fallende Versicherungssumme spart Beitrag, weil sie parallel zur Tilgung sinkt.
Beidseitige Absicherung
Bei zwei verdienenden Partnern empfiehlt sich eine Über-Kreuz-Versicherung: Person A versichert das Leben von B, Person B umgekehrt das Leben von A. Vorteil: Im Leistungsfall fällt die Summe nicht in den Nachlass und damit nicht unter die Erbschaftsteuer.
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