Risikoleben

Gesundheitsfragen bei der Risikolebensversicherung

1 Min. Lesezeit·gesundheit, antrag, risikoprüfung

Gesundheitsfragen bei der Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist eine Versicherung mit Risikoprüfung — der Versicherer fragt detailliert nach Gesundheit und Lebensumständen, um den Beitrag risikogerecht zu kalkulieren.

Typische Fragen

  • Bestehende und vergangene Erkrankungen (5–10 Jahre rückwirkend)
  • Operationen und Krankenhausaufenthalte
  • Regelmäßige Medikation
  • Größe / Gewicht (BMI-Berechnung)
  • Raucher- und Alkoholkonsum
  • Risikoreiche Hobbys (Fallschirmspringen, Tauchen, Motorsport)
  • Beruf und beruflich bedingte Risiken

Beitragsfaktoren

FaktorBeitragseffekt
Raucher (>1 Zigarette/Tag)meist Verdoppelung des Beitrags
BMI > 30Zuschlag 25–80 %
Bluthochdruck behandelt, eingestelltmeist normaler Beitrag
Krebs in den letzten 5 Jahrenmeist Ablehnung oder Ausschluss
Risikohobbysindividuelle Risikozuschläge

Anzeigepflicht — was zählt?

Versicherungsnehmer müssen alle gestellten Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Verschwiegene Vorerkrankungen führen im Leistungsfall zur Reduzierung oder Verweigerung der Auszahlung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung — auch wenn der Tod nichts mit der verschwiegenen Krankheit zu tun hatte.

Anonyme Risikovoranfrage

Bei kritischen Erkrankungen empfiehlt sich eine anonyme Voranfrage durch einen unabhängigen Versicherungsmakler. Dabei wird der Antrag ohne Namensnennung an mehrere Versicherer geschickt — Annahme- und Ablehnungsentscheidungen werden nicht in der HIS-Auskunftei registriert. Erst der finale Antrag wird mit Namen gestellt.

Wartezeit / Ausschluss bei Selbstmord

Standardmäßig sind die ersten drei Vertragsjahre Ausschluss bei Suizid. Tritt der Selbstmord später ein, wird die volle Summe ausgezahlt.

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