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Was ist eine Pflegezusatzversicherung?

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Was ist eine Pflegezusatzversicherung?

Die Pflegezusatzversicherung ist eine private Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie schließt die finanzielle Lücke, die zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den Leistungen der Pflegekassen klafft — und zwar je nach Pflegegrad mehrere hundert bis über zweitausend Euro pro Monat.

Drei Hauptformen

1. Pflegetagegeld

Pro Pflegetag wird ein vereinbarter Betrag (z. B. 50 €) ausgezahlt. Frei verwendbar, kein Verwendungsnachweis. Höhe ist je Pflegegrad gestaffelt (z. B. 30 % bei Pflegegrad 2, 100 % bei Pflegegrad 5).

2. Pflegerentenversicherung

Lebenslange monatliche Rente, sobald Pflegebedürftigkeit eintritt. Häufig kombiniert mit Beitragsbefreiung bei Eintritt des Leistungsfalls.

3. Pflegekostenversicherung

Erstattung tatsächlich angefallener Pflegekosten gegen Beleg. In der Praxis selten gewählt, weil aufwändig.

Warum überhaupt eine Zusatzversicherung?

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Schnitt nur 40–60 % der Pflegekosten. Ein Heimplatz kostet 2026 in Deutschland 4.500–5.500 € pro Monat — die Pflegekasse erstattet je nach Pflegegrad 770 € (PG2) bis 2.200 € (PG5). Die Lücke trägt der Pflegebedürftige selbst, im Zweifel zugreifend auf Erspartes, Immobilie oder Unterhaltspflicht der Kinder.

Wer profitiert besonders?

  • Personen unter 60 Jahren — niedriger Beitrag, lange Vertragsdauer
  • Eigentümer von Immobilien, die nicht für die Pflege verwertet werden sollen
  • Familien, die ihre Kinder nicht in die Elternunterhalts­pflicht zwingen wollen

Pflege-Bahr (staatlich gefördert)

Seit 2013 fördert der Staat private Pflegezusatzverträge mit 5 € pro Monat (60 € jährlich), wenn bestimmte Mindeststandards erfüllt sind: u. a. lebenslanger Vertrag, Mindestleistung 600 € im Pflegegrad 5, keine Gesundheitsprüfung außer Demenz-Klausel.

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