Sterbegeld

Was ist Sterbegeld?

1 Min. Lesezeit·definition, senioren, grundlagen

Was ist Sterbegeld?

Sterbegeld ist eine zweckgebundene Geldleistung, die nach dem Tod eines Versicherten an die Hinterbliebenen oder eine festgelegte bezugsberechtigte Person ausgezahlt wird. Sie deckt die Kosten einer Bestattung sowie damit zusammenhängende Ausgaben (Trauerfeier, Grabstein, Notar, Behördengänge) und entlastet die Angehörigen finanziell und organisatorisch.

Abgrenzung

Sterbegeld in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung wurde 2004 abgeschafft. Heute ist Sterbegeld in nahezu allen Fällen eine private [Sterbegeldversicherung](/wissen/was-ist-sterbegeld) — eine Sonderform der Kapitallebensversicherung mit kleinen Versicherungssummen (typisch 3.000 € bis 15.000 €).

Wer kommt in Frage?

  • Senioren ab 50 Jahren, die ihre eigene Bestattung absichern wollen
  • Familien, die ihre Eltern entlasten möchten
  • Menschen, die kein nennenswertes Erbe hinterlassen, aber für eine würdige Beisetzung sorgen wollen

Drei Kernunterschiede zur klassischen Lebensversicherung

  1. Niedrige Versicherungssumme: 3.000 € – 15.000 € statt 100.000 €+
  2. Häufig ohne [Gesundheitsfragen](/wissen/sterbegeld-gesundheitsfragen): viele Tarife mit garantierter Aufnahme bis Alter 85
  3. Wartezeit: 24–36 Monate auf Erkrankungsfälle, Sofortschutz bei Unfalltod

Auszahlungsmodalitäten

Die Sterbegeldversicherung leistet eine einmalige Kapitalauszahlung an die im Vertrag benannte bezugsberechtigte Person — das ist meist ein Angehöriger oder direkt das Bestattungsunternehmen. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Werktage nach Vorlage der Sterbeurkunde.

Tags:

definitionseniorengrundlagen